Zucker ~ ich lieb dich doch so ….dachte ich

Ayurveda, Massage

Zucker ~ Entzug ~  schon 8 Wochen

Vor acht Wochen war ich beim Ernährungsdoktor. Monate lang war ich tot müde, konnte mich nicht mehr konzentrieren, hatte Schmerzen im Nacken, hatte zum müde sein Energie Tiefs vom feinsten.

Dann ging es noch weiter. Wenn du so ko bist, vergeht dir die Lust zum Kochen, der Hunger war ein seltener Gast. Ich ass immer weniger und wurde immer dicker. So kam es, dass mich diese Kraftlosigkeit bewegt hat. Meine Intuition hat mich zum einem Menschen gebracht, der Blut abnimmt, guckt was der Stoffwechsel macht und dann empfiehlt, was wichtig und richtig ist. Ich wusste nämlich nicht, wann jetzt die Kohlehydrate gegessen werden sollten. Vor oder nach dem Klettern?? Über die Medien bekommen die armen Carbs auch noch so einen schlechten Ruf, das das Gewissen schwer mitmacht, wenn man Nudeln essen soll. Das, obwohl ich weiss, wie nach Ayurveda am besten gegessen und gekocht wird.

Doch bist du einmal im AUS und raus- wird das schwierig wieder ins Lot zu kommen. Diese Müdigkeit war eine grosse Bremse.

Das was ich ahnte, war wahr. Ich hab ein Problem mit dem Insulin. Neben zu wenig Eisen und zu wenig Eiweiss.  Fakt war: ab sofort VERBOT von ZUCKER ~ sonst bekomme ich Diabetes 2  SHOCKING (einmal in der Woche darf eine Mahlzeit gesündigt werden)

Das bedeutete für mich :

  • Kaffee morgens – ohne Zucker
  • Kein Morning Breili mit Banane
  • Kein Schöckeli zwischendurch
  • Kein Obst – ausser zum Sport & ausser Beeren, die gehen immer (zumFrühstück)
  • Keine Kohlehydrate : ausser nach dem Sport ❤
  • bissi Wein ist erlaubt
  • selten mal en Bierchen – und das in der BBQ Saison

Die erste Woche war die schlimmste. Durch den Mangel kam ich nach dem Essen in ein kleines oder auch mal gösseres Loch, welches nicht durch Zuckerzufuhr überbrückt wurde. Ich merkte sehr bewusst, wie oft ich am Tag einfach eine kleine Zuckerdosis dem Körper zuführte. ~ deswegen der fehlende Hunger. Wenn ich morgens meine Portion nicht gegessen hatte und dann einkaufen ging, merkte ich die süsse Verlockung das down mit nem Snickers schnell zu überbrücken. Bewusstsein und starkem Willen sei dank konnte ich oft widerstehen. Den Joker wollte ich mir für anderes/ grösseres aufheben. Ein bisschen trickse ich mit Birkenzucker- aber wirklich minimal.

In meiner Vorstellung waren Croissants, Eiscreme oder Marmelade lohnenswerte Joker zum drauf „sparen“. Interessanter weise war es dann gar nicht sooooooo überwältigend, als ich es gegessen dann habe.

Nach einer Weile stellt sich ein entspannteres Leben ohne Zucker ein und auf einmal wurde mir klar: OH mein Gott, wir sind alle Junkies.  Überall ist extra Zucker drin & die Werbung verkauft ihn happy, sexy, verbindet ihn mit Lebensfreude & Familienverbindungen, sogar mit Gesundheit: Vitamine & Naschen… das ich nicht lache. Kein Kristallzucker, der neuste Trend. Ja aber Fructose oder Agavendicksaft ist auch Zucker.  Das MASS ist hierbei sehr wichtig.

  • Saft, frisch gepresst oder gekauft aus Konzentrat
  • Smoothies – auch selbstgemachte, da ja so viel Obst drin ist
  • Gekaufter Gemüsesaft
  • Joghurt mit Geschmack
  • Quark mit Geschmack
  • Müslis & Cerealien
  • Fertigessen
  • Kakaodrinks
  • Apfelschorle
  • Sirup
  • Almdudler
  • Wasser mit Geschmack
  • Cola, Fanta, Rivella
  • „Gesunde“ Nutri Riegel mit Nüssen, anderem gesunden und tollen Beeren

Überall Zucker drin. Den ganzen Tag führt man sich Zucker zu. Ich glaub, ohne würde es schon keiner kaufen/essen, wenn er nicht vorher auf Entzug gesetzt wurde. Oder? Ich habe es gelernt. Es war nicht einfach & manchmal habe ich mit einer Cola light betrogen. Die habe ich vorher nie getrunken. Eine kleine auf zwei Tage verteilt. Jetzt habe ich gar keinen Bedarf mehr.

Den Quark mit beeren süsse ich auch gar nicht mehr mit Birkenzucker. Der Quark hat so einen schönen Eigengeschmack. Gerade der Demeter Quark aus Rohmilch. Mit Zucker schmeckt man das gar nicht mehr.

Im Ayurveda gehören alle Geschmäcker in eine Mahlzeit. Ja, eine Mahlzeit & nicht 10 am Tag & noch hier ne Apfelschorle, da ne Cola etc. Drei Mahlzeiten isst man klassischer Weise am Tag. Genug Zeit zum verdauen, einpendeln und wieder Hunger haben.

So wird das auch wieder bei mir sein, wenn ich mich „gemittet“ habe. Doch weiterhin werde ich auch dann auf viele Zuckerquellen verzichten~ freiwillig. Gönne mir vielleicht einmal in der Woche ein Quarkplunder, n Stück Kuchen oder ein Praliné. Mehr mag ich gar nicht vertragen. Die Eiscreme mache ich mir lieber selber- das ist mir alles zu süss, tut auf der Zunge weh & ich merke, meinem Körper auch nicht gut. Endlich habe ich wieder richtigen Hunger, endlich gluckert es wieder im Bauch und der Stoffwechsel arbeitet so viel besser. Das soll so bleiben. 🙂

Sachertorte in Salzburg

Zucker, ich dachte, ich liebe Dich. Deinen süssen Geschmack, die schnelle Energie, die Fülle der Impulse auf den Geschmacksknospen, diese Form von Befriedigung und Liebe. Jetzt merke ich, Du tust mir so gar nicht gut. Man hat dich missbraucht und uns süchtig gemacht. (Ich frag mich nur, wieso) Wir werden krank von dir und merken es manchmal gar nicht. Ich weiss aber, ich kann dich in meinem Leben integrieren. In einem gesunden Mass. Jedoch all die Verlockungen in denen du steckst, die man im Geschäft kaufen kann, sind nichts für mich. Mein Energiehaushalt kommt durcheinander und auch mein Stoffwechsel. Ich backe meinen Kuchen selber, am Nachtisch Buffet nehme ich dich mit Obst und Rahm und die Eiscreme mache ich auch lieber selber. Mit deiner natürlichen Form und nicht so viel, das ist auch für den Körper besser.

Irgendwann habe ich mal Zucker gegoogelt, da mich das Thema schwer beschäftigt hat. Hier habe ich einen interessanten Artikel gefunden: Zucker- Auswirkungen auf den Körper. Dazu hier noch Infos: Beobachter, SRF

Gerne berate und begleite ich zu dem Thema bei mir in der Praxis in Wettingen, hinsichtlich der Zeit des Entzuges.

Für eine grundlegende Analyse und Beratung empfehle ich meinen Doktor: Albers Concepts in Schlieren.

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Gewürze ~ die must haves in der Küche

 

Hier wie versprochen die Gewürzliste:

Wichtig ist: Abends no go: Zwiebel, Knoblauch, schwarzer Pfeffer

Sollte im Regal stehen:

Kurkuma – Gelbwurz – reinigend, nimmt Säure
Kreuzkümmel – Jeera , Carvi – Blähungssenkend, verdauungsfördernd
Kradamom – grün und schwarz – Muntermacher , heiss, nährt
Zimt
Sternanis atiseptisch, antibakteriell – süss, kühlend
Ajwain – bitter, scharf , süss
Asafoetida – Pulver mit Bochshornklee – Abends zum Abschmecken, gut für Herz, Verdauung, Blutdruck

Koriander – Blähungssenkend, verdauungsfördernd
langer Pfeffer – Pippali – Verdauungsfördernd, reinigend
Kubebenpfeffer – heiss, kalt, süss, bitter
Bochshornklee Methi – Samen und Blätter – reinigend, energiegebend, senkt Hitze
Nelke
Senfsamen braun – gut für Kreislauf, Gelenkschmerzen
Fenchelsamen – fördert Schlaf, besänftigt und beruhigt Darm
Chilis – getrocknet
Rosmarin
Thymian – schleimlösend
Safran – nährend

Die Gewürze ganz in den Mörser geben und frisch mahlen. Experimentieren erwünscht 🙂

Lieferanten: drogerie-dreiangel.ch chrüterhüüsli.ch satnam.de

Nach der Massage ~ für zu Hause & unterwegs

Ayurveda Massage Wettingen, Aargau

Eine Ayurveda Massage wirkt auf so vielen Ebenen lösend, entspannend und auch reinigend auf die Körperkanäle. Ein mir wichtiger Punkt ist, dass durch die Massage die eigene Körperwahrnehmung geschult wird. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, je exakter die Struktur massiert wird, desto besser und genauer kann ich meinen Körper wahrnehmen.

Eine Hilfe, um mit der Wahrnehmung in den Körper zu kommen, ist dann sich vorzustellen, man bekommt eine Massage. Dies bringt, Erdung, Ruhe und vor allem auch Kraft in den Körper. Man lernt mit den Jahren zu fühlen, wann man noch angespannt ist, wo man angespannt ist und wie man wieder loslassen kann.

Es ist wie ein Spiel zu betrachten– nicht das man sich drüber aufregt, das man den losgelassenen Körperteil wieder anspannt. Mit Verständnis und Liebe zu sich selbst, sollte man dies einfach nur wahrnehmen & reflektieren. lassen wie es ist. Nichts extra erreichen wollen.

Was ich festgestellt habe ist: je aktiver mein Kopf ist, oder meine Vata all meine „Bodenhaftung“ nimmt, ist es für mich extrem schwer mich ganz allein da raus zunehmen. Bin ich einigermassen entspannt. Kann ich mich 10 Minuten irgendwo hinlegen, kurz in den Körper gehen und reflektieren, entspannen und somit Kraft tanken.

Als Hilfe für sie stressigen Tage habe ich Yoga Nidra für mich entdeckt und empfehle es jedem Massage- Klienten.

Einer meiner geliebten Tipps für zu Hause und zwischendurch ist Yoga Nidra. Es nennt sich auch “ Schlaf des Yogi“ Hier wird man angeleitet seinen Körper wahrzunehmen. Das hilft, bei abschweifenden Gedanken, immer wieder zurück zu kommen.

Am Anfang empfehle ich die kurzen Sessions, ca 20- 25 Minuten. Wichtig ist auch, dass diese nicht mit Autosuggestion gemischt sind. Es soll nur die Körperwahrnehmung geschult werden. Das ist alles.

Es gibt sie auf Youtube und auch Spotify.

Mein Liebling, zwar auf englisch ist : https://open.spotify.com/track/3dxQonvSdNh4eTxbfaJDMU

Hier habe ich noch eine gute auf deutsch gefunden: https://www.youtube.com/watch?v=0Kwx9_mx3WA

Zum üben ist das Liegen sicher gut, wenn man einschläft ist es auch ok- dann holt sich der Körper, das, was er braucht.

Später kann man diese Form von Meditation überall machen, auch wenn man nicht liegt.

Viel Spass